Es ist ein Treppenwitz: Vor der Wahl kündigte Merz großspurig eine Migrationswende an. Inklusive massiver Abschiebekampagne! Heute glaubt er selbst nicht mehr daran, doch manche seiner Wähler wurden von diesem historisch dreisten Wortbruch offenbar in eine Art kognitive Dissonanz gezwungen. Sie sprechen von großen Fortschritten bei der Migration und verweisen auf rückläufige Einwanderungszahlen.

Worüber man sich hier freut: Dass in eine bereits überlaufende Badewanne nur noch langsamer mehr Wasser einläuft. Mal ehrlich: Wie kann man bei einer Nettozuwanderung (!) von 200.000 Menschen im Jahr – vergleichbar mit Städten wie Oberhausen, Hagen oder Krefeld – überhaupt von einer Migrationswende sprechen?

Kann man nicht. So einfach ist das.