Die neuesten Vorschläge des CSU-Innenministers Dobrindt wirken wie aus der Zeit gefallen. Mit einem „Sofort-in-Arbeit-Plan“ will er Asylbewerber schneller in den Arbeitsmarkt integrieren. Also die Asylbewerber, die er gestern eigentlich noch nach Hause schicken wollte?!
Man traut seinen Ohren kaum ob des neuen Spurwechsels: „Wer hierherkommt, soll arbeiten können – und zwar schnell“, poltert Dobrindt. Dabei tut er so, als wüsste er nicht, dass eine große Zahl der Zugewanderten weder arbeitswillig noch qualifiziert ist.
Besonders daneben: Der Plan sieht laut Die Welt vor, dass Asylbewerber „nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist“.
Das bedeutet: Falls dann doch die Abschiebung droht, kann man immer sagen: Aber er hat doch einen Job!